Mein Name ist Tomás Marcelo Santillán und ich stamme aus Argentinien. Ich kandidiere zur Wahl des Integrationsrats der Stadt Bergisch Gladbach 2025, weil ich überzeugt bin: Eine gerechte Stadt
ist nur möglich, wenn alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Pass – gleichberechtigt mitbestimmen können.
Ich weiß aus eigener Erfahrung meiner Familie und mir selbst, wie schwer es ist, in Deutschland Fuß zu fassen – nicht, weil Migrant:innen nicht wollen, sondern weil sie durch Gesetze, Bürokratie,
Diskriminierung und Vorurteile daran gehindert werden. Genau deshalb will ich mich im Integrationsrat einsetzen: Damit die Perspektiven von Migrant:innen endlich ernst genommen werden.
Gegen Rassismus, Antisemitismus und Querfeindlichkeit
Ich trete klar und unmissverständlich ein: Weder Rassismus noch Antisemitismus, noch jede andere Form von Hass und Ausgrenzung dürfen in unserer Stadt Platz haben.
- Antisemitismus – egal ob von rechts, aus der Mitte der Gesellschaft oder in migrantischen Communities – muss klar benannt und bekämpft werden.
- Rassismus – ob auf Ämtern, in Schulen, im Alltag oder durch Gesetze – darf nicht länger hingenommen werden.
- Querfeindlichkeit lehne ich entschieden ab: Kein Platz für Islamfeindlichkeit, Antiziganismus, Sexismus, Homo- oder Transfeindlichkeit.
Kritik an Stadtverwaltung und Integrationsrat
In Bergisch Gladbach erleben wir ein systemisches Problem: Die Stadtverwaltung und der Integrationsrat sind zu oft Hindernis statt Hilfe für Migrant:innen.
- Struktureller Rassismus in Verwaltung und Ausländeramt zeigt sich in diskriminierenden Entscheidungen bei Wohnen, Bildung, Arbeit oder Aufenthaltsfragen. Betroffene berichten von Vorurteilen,
bürokratischen Hürden und fehlender Unterstützung.
- Das Thema Antisemitismus wird strukturell vernachlässigt, statt aktiv bekämpft.
- Der Integrationsrat selbst leidet unter Hinterzimmerpolitik und fehlender Transparenz: Viele migrantische Gruppen werden systematisch ausgegrenzt, Entscheidungen werden ohne Basisbeteiligung
getroffen. Echte Mitbestimmung bleibt oft ein Lippenbekenntnis – stattdessen Küngel und Ausschluss von Minderheitenpositionen.
- Die Verbindung ist klar: Ein Integrationsrat, der die Interessen der Parteien im Stadtrat und der Verwaltung über die Stimmen der Community stellt, verstärkt strukturelle Diskriminierung.
- Integration darf nicht Verwaltungspolitik oder Parteipolitik dienen – sie muss die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellen.
Keinen Fußbreit dem Rechtsextremismus
Ich trete klar als antifaschistischer Kandidat an:
- Die AfD ist eine rechte, rassistische und menschenfeindliche Partei, die gezielt gegen Migrant:innen hetzt. Ihre Politik spaltet unsere Stadt und gefährdet Migrant:innen, Muslim:innen,
Jüd:innen, Frauen, LGBTIQ+ und andere Minderheiten.
- Ich werde mich im Integrationsrat konsequent gegen die AfD und ihre Einflussnahme einsetzen, damit Bergisch Gladbach keine Plattform für rechte Hetze bietet.
- Antifaschismus bedeutet auch, strukturelle Diskriminierung zu bekämpfen und eine solidarische, inklusive Stadtgesellschaft zu fördern.
- Von Abschottung bis Abschiebung: Die leeren Versprechen der Regierungen
SPD, GRÜNE und CDU sprechen von Integration – handeln aber oft gegenteilig:
- CDU und SPD setzen auf Abschottung, Sammelunterkünfte, Arbeitsverbote und Abschiebungen, statt Menschen zu unterstützen.
- Die Grünen geben sich weltoffen, tragen aber die Verschärfungen in Gesetzen und Behörden mit. Die Grüne Landesministerin in NRW setzt die Abschiebung von Geflüchteten hart durch und stellt
dies als Erfolg der CDU/GRÜNEN Landesregierung dar.
- Alle drei Parteien lassen Migrantenrechte, Bleibeperspektiven und Teilhabechancen auf der Strecke – ihre Politik schafft Ausgrenzung, keine Integration.
- Für einen wirksamen und starken Integrationsrat
- Mehr Basisdemokratie und Repräsentation: Offene, transparente Diskussionen – keine Entscheidungen hinter verschlossenen Türen.
- Alle migrantischen Gruppen einbeziehen: Auch kleine Initiativen müssen gehört werden.
- Starke Stimme gegen Hass und Diskriminierung: Rassismus, Antisemitismus, Querfeindlichkeit, Sexismus und rechte Hetze müssen konsequent bekämpft werden.
- Kontrolle der Verwaltung: Der Integrationsrat muss strukturelle Diskriminierung in Stadtverwaltung, Ausländeramt und Stadtrat benennen und abstellen helfen.
- Politik von unten: Der Integrationsrat gehört den Menschen, die hier leben – nicht den Parteien oder der Verwaltung.
Darum bitte ich bei der Integrationsratswahl 2025 um Ihre Stimme für Die Linke Internationale Liste – LiL (Liste 4). Gemeinsam können wir eine starke, unabhängige und
solidarische Stimme gegen strukturellen Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und rechte Hetze in Bergisch Gladbach aufbauen.
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