Wer heut’ im Bergischen Land "Rievkooche" esst, der esst nit nur – der riecht, lacht un lebt met. Knusprig, warm un mit Appelmuss – so wie’s seit Omas un Opas Tied an Feste un Märkte dazugehört. ... gerade in kalten Zeiten.
Basics: Knusprig, heiß un mit ’nem kleen Extra
Kartoffeln fein raspeln, Zwiebeln dazu, alles mit Mehl un e paar Haferflocken (statt Eier) binden. Für die extra Lockerheit noch e kleenen Schuss vegane Milch oder e Hauch Backpulver in den Teig geben – dann wern die "Rievkooche" schön fluffig. Salz, Pfeffer un Muskat net vergessen! Ab dann ab in reichlich heißes Öl.
Dazu gehört natürlich Appelmuss – frisch, süß-säuerlich un warm, am bestn mit e Spritzer Zitrone. Un jetz kommt der beste Teil: das Schmunzeln beim Braten. Öl spritzt, Kinner lachen, Omas und Opas Finger werden schon klebrig, un der Duft macht die ganze Küche zum Festplatz mit Kerzenlicht.
Dat Bergische Rievkooche-Wunder – Herr Schmitz
Herr Schmitz, e alter Kauz, kriegt die letzten drei "Rievkooche" im Gasthaus „Zur Post“. Der ganze Speisesaal und die Schänke schnupperten schon nach frisch gebratenem Teig, und ein junger, hungriger Kölner stürmt herein. Die Wirtin ruft: „Nix mehr da! Alles weg!“ Herr Schmitz kratzt sich am Kopp, grinst verschmitzt un sagt: „Kumm Jung, im Bergischen teilt mer, wenn’s warm un kubblig es.“ Er schneidet die drei Rievkooche in sechs Stücke – und die Kinder am Nebentisch glotzen wie gebannt. Seitdem nennt man dat im Dorf das „Bergische Rievkooche-Wunder“. Ob et Wunder, Hunger, wahr oder einfach die pure Freude am Teilen war? Egal, Hauptsach, et schmeckte!
Der echte Reibekuchentag am Balkhauser Kotten
Am Balkhauser Kotten zum Ferienende: der ganze Hang duftet nach frisch gebratenen Rievkooche. Familien sitzen wartend auf Bänken, Kinner rennen über’n Hof, Omas Taschen voller Appelmuss – und jeder weiß: „Wenn’s am Kotten "Rievkooche" gibt, dann sind die Ferien vorbei.“ Alle teilen die Teller, lachen über kleene Spritzer Öl, und spätestens beim zweiten Bissen wird bemerkt: "Rievkooche" sind hier e Fest, e kleines Sommerwunder, un kein schnödes Essen im Winter. Der Bauer von nebenan nickt zufrieden, der Hund kriegt e Stück ab, un die Sonne scheint fast noch ein bisschen heller über’m Bergischen Land.
Die Rievkooche-Queen – Doris
Doris, die Rievkooche-Queen, steht seit Jahrzehnten met ihrem Wagen auf Märkten. Die Pfannen brutzeln, das Öl zischt, un die Leut schwärmen: „Bei der Doris schmeckt der erste Rievkooche wie der zehnte.“ Manche sagen sogar, sie hätten bei ihr den allerersten Rievkooche ihres Lebens gegessen – und danach nie wieder einen anderen akzeptiert. Zwischen lachenden Kinnern, Omas mit klebrigen Fingern und dem Duft von Zucker un Zimt, merkt man: Doris is nicht einfach e Marktfrau, sie is e lebende Institution, so bergisch wie Regen, Fachwerk un grüne Hügel.
Dat Rezept – Bergisch, vegane Variante un locker
Zutaten
1,5 kg Kartoffeln
2 kleine Zwiebeln
2–3 EL Mehl
1–2 EL Haferflocken oder Speisestärke
1 Schuss vegane Milch (1–2 EL pro 1 kg Kartoffeln) oder ½ TL Backpulver
Salz, Pfeffer, Muskat
Viel Rapsöl
Für’s Appelmuss (wers selbst machen will):
1 kg Äpfel
100 ml Wasser
1–2 EL Zucker
½ TL Zimt (optional)
Spritzer Zitronensaft
Zubereitung
Äpfel weich kochen, stampfen, abkühlen lassen.
Kartoffeln raspeln, Flüssigkeit ausdrücken, mit Zwiebeln, Mehl, Haferflocken, Gewürzen un kleenem Schuss Milch (1-2 EL pro 1 Kg Kartoffeln) oder Backpulver mischen.
In reichlich heißem Öl goldbraun braten – uffpassen, dat spritzt!
Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Warm servieren – am bestn zu dritt oder mehr: "Rievkooche", Appelmuss, Lachen un Geschichten dazu.
Warum dat Gericht für uns so besonders es
"Rievkooche" im Bergischen Land sind mehr als Nahrung: Sie verbinden Menschen. Sie bringen Marktbuden zum Duften. Sie sind e Stück Heimat, e Lächeln un e bisschen Magie – un manchmal sogar e kleenes Wunder.
Mit dem kleinen Schuss Milch oder Backpulver wern se extra locker – fast so, als flögen se direkt vom Himmel auf den Teller. Natürlich kann der Apfelmuss auch schon fertig gelauft werden und eine Scheibe schwarzes Vollkornbrot passt auch immer dazu. Manche essen auch gerne Marmelade oder andere und deftige Toppings dazu. ... wie es gerade passt ...
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