Das dreigliedrige Schulsystem ist ein dauerhafter Angriff auf die Chancengleichheit!
Es sortiert Kinder nach in Gewinnerinnen und Verliererinnen, zementiert soziale Ungleichheit und benachteiligt besonders Kinder aus Arbeiter:innenfamilien oder mit Migrationshintergrund. Die
PISA-Studie 2022 entlarvt die Krise: 29 Punkte Rückgang in Mathematik (475), 18 in Lesen (480), 11 in Naturwissenschaften (492). Der Abstand zwischen Privilegierten und Benachteiligten beträgt
bis zu 110 Punkte – ein Skandal! Die PIAAC-Studie 2023 bestätigt: 22 % der Erwachsenen in Deutschland lesen auf niedrigster Stufe, und soziale Herkunft bestimmt den Erfolg. Bildungsforscher John
Hattie nennt unser System „das ungerechteste“, da frühe Selektion Talente vergeudet und Segregation fördert.
In Bergisch Gladbach explodiert diese Krise regelrecht: Die zwei Gesamtschulen – Integrierte Gesamtschule Paffrath und Nelson-Mandela-Gesamtschule – sind überfüllt (0 freie Plätze 2025/26, 270 Kapazität, 238 Anmeldungen, 7 Ablehnungen). Klassen mit 28–30 Kindern, fehlende Lehrkräfte (50–100 im Kreis). Die beiden Gesamtschulen sind vollständig überlastet:
Die Gesamtschülerzahl liegt bei 1.500–1.800 Schüler*innen, während 70 % der Eltern Gesamtschulen als erste Wahl sehen – wegen individueller Förderung, Inklusion und sozialer Vielfalt. Trotz leicht sinkender Geburtenzahlen wächst der Bedarf, da 39,4 % der ausländischen Übergänger*innen Gesamtschulen bevorzugen. Von den Gesamtschulen weit entfernte Stadtteile sind besonders betroffen: Kinder müssen kilometerweit pendeln, während Gymnasialplätze bevorzugt gesichert sind.
Obwohl keine spezifischen Prognosen für 2026/27 vorliegen, deuten demografische Trends und gesellschaftliche Entwicklungen darauf hin, dass die Anmeldezahlen an weiterführenden Schulen in NRW insgesamt stabil hoch bleiben werden. Regionale Unterschiede sind zwar zu erwarten, insbesondere in Gebieten mit hoher Zuwanderung oder speziellen Bildungsangeboten, aber die Nachfrage nach Gesamtschulen in Bergisch Gladbach wird wahrscheinlich noch deutlicher ansteigen, während die Zahl der Plätze nicht steigt.
Der Stadtrat priorisiert zwar Schulsanierungen: 160 Mio. € für IGP, Sanierung aller 34 Schulen bis 2055. Der ehemalige Bürgermeister plante 100 Mio. €, doch Finanzierung und Verzögerungen blockieren Fortschritte. Elterninitiativen kritisieren, dass die Stadtverwaltung kaum reagiert und verschleppt.
Viele Kinder mit Migrationshintergrund benötigen gezielte Sprachförderung und interkulturelle Ansätze. Auch davon liefert Bergisch Gladbach in allen Schulformen zu wenig. Das dreigliedrige System verstärkt Diskriminierung; Mehr Gesamtschulen könnten Vielfalt nutzen, aber fehlende Plätze verhindern dies.
Die UN-Behindertenrechtskonvention (2006) fordert: gemeinsames Lernen, individuelle Förderung, Barrierefreiheit, Kooperation mit Eltern und Therapeut*innen. Vorteile: Chancengleichheit, sozialer Zusammenhalt, Potenzialentfaltung. Herausforderungen: Ressourcenmangel (50–100 fehlende Lehrkräfte im Kreis), veraltete Strukturen, Vorurteile. Das gesamte Bergische Land und Bergisch Gladbach unternimmt zu wenig, um Inklusion umzusetzen.
Gegen Klassismus, für Solidarität! Wir brauchen eine dritte Gesamtschule, um Bergisch Gladbach gerechter zu machen! Solidarische Bildung für alle – Bergisch Gladbach.
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