Blut trocknet noch auf den Straßen der Städte,
Rauch zieht über Dächer aus Staub und Stein.
Hinter Mauern aus Eisen und Schweigen
sitzen Menschen mit gefesseltem Herz –
doch ihr Mut lässt sich nicht einsperren.
Viele sind gegangen in dunkler Stunde,
über Berge, über Meere, durch Nacht und Gefahr.
Sie ließen Familien und Freunde zurück,
doch sie tragen die Hoffnung weiter
wie ein Licht, das kein Sturm ersticken kann.
Frauen tragen Narben der Gewalt,
doch ihre Stimmen werden stärker.
Töchter und Söhne sitzen in Zellen der Folter,
doch ihre Würde bleibt ungebrochen.
Und über Städten heulen Sirenen,
Bomben fallen auf Häuser und Straßen.
Krieg wirft seine Schatten auf das Leben –
doch selbst im Donner der Explosionen
ruft ein Volk nach Freiheit.
Ein Ruf, geboren aus Mut und aus ungebrochenem Willen:
Jin, Jiyan, Azadî – Frau, Leben, Freiheit.
Es sind mehr als drei Worte.
Sie sind Atem, Bewegung, Aufstand.
Sie tragen die Hoffnung der Frauen,
die Würde eines Volkes,
und den Traum einer freien Zukunft.
Widerstand ist Leben.
Denn wer sich erhebt gegen Tyrannei,
wer sich gegen Krieg und Unterdrückung stellt,
der trägt bereits den Anfang der Freiheit in sich.
Wenn Dunkelheit euch umgibt
und die Last der Tage schwer auf den Schultern liegt,
wenn Angst und Trauer den Weg verdunkeln,
dann denkt daran:
Kein Volk kämpft allein.
Über Grenzen hinweg hören Menschen euren Ruf.
In vielen Sprachen wird euer Mut erzählt.
Eure Stimmen tragen weiter
als Mauern, Gefängnisse und Gewehre.
Wenn einer fällt, stehen viele auf.
Wenn eine Stimme verstummt,
werden tausend neue laut.
So wächst Hoffnung aus Schmerz und Tränen,
so wächst Stärke aus Solidarität.
Darum haltet die Träume lebendig.
Haltet die Freiheit fest gegen die Nacht.
Denn jeder Schritt im Widerstand
ist ein Schritt in eine neue Welt.
Und der Morgen wird kommen.
Mauern werden fallen.
Tyrannen werden verschwinden
wie Schatten im Licht.
Dann wird ein Volk voller Stimmen
seine Zukunft selbst bestimmen.
Bis dahin tragen wir eure Worte weiter:
Frau, Leben, Freiheit! Widerstand ist Leben.
Ihr seid nicht allein.
Und gemeinsam –
über Grenzen, Sprachen und Länder hinweg –
werden wir stärker als Angst und Gewalt.
Denn vereint wird ein Volk niemals klein.
Und wenn Menschen für Gerechtigkeit kämpfen,
wird Hoffnung größer als jede Macht.
Am Ende dieses langen Weges
stehen wir zusammen.
Wir werden siegen!
Tomás M. Santillán, März 2026
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