In eine öffentlichen Mitteilung der CDU GL zur Stichwahl wirbt sie für ihren Bürgermeisterkandidaten Alexander Felsch und warnt vor einer Mehrheitsbildung aus SPD, GRÜNEN, DIE LINKE.
Ich antworte mal ganz spontan in einem offenen Brief:
Sehr geehrter Herr Felsch (Bürgermeisterkandidat CDU/FDP),
Sehr geehrter Herr Hartmann (CDU Vorsitzender BGL),
lassen Sie mich Ihnen die Sorge vor einem „linken Block“ aus SPD, Grünen und DIE LINKE nehmen: Auch diese drei Parteien haben zusammen keine klare Mehrheit im Stadtrat und sind daher auf die Zusammenarbeit mit den anderen Demokrat:innen angewiesen. Die CDU wird dabei ganz sicher eine wichtige Rolle spielen, so wie es die Bürger:innen entschieden haben.
Die zentrale Sorge vieler Bürger:innen richtet sich jedoch nicht gegen eine Zusammenarbeit der demokratischen Kräfte (SPD, CDU,GRÜNE, DIE LINKE) untereinander – sondern gegen die reale Gefahr, dass CDU und FDP gemeinsam mit der AfD Mehrheiten organisieren könnten. Tatsächlich wäre das rechnerich möglich und es hängt an der Stimme des Bürgermeisters.
Es geht um Glaubwürdigkeit und um eine klare Haltung: Wie stehen die Ratsparteien zur rechtsextremen und demokratiefreindlichen AfD?
Wer Demokratie ernst nimmt, muss anerkennen: Ohne eine lagerübergreifende Zusammenarbeit der Demokrat:innen wird weder Ihnen noch ihrem Gegenkandidaten eine stabile Mehrheit im Stadtrat Bergisch Gladbach möglich sein.
Darum meine konkrete Frage: Wie wäre es mit einer eindeutigen Absage an jede Zusammenarbeit mit der AfD – verbunden mit einer klaren Koalitionsaussage zugunsten der demokratischen Parteien? So hätten die Wähler:innen bei der Stichwahl die Gewissheit, dass sie einen Bürgermeister wählen, der die AfD nicht durch die Hintertür ins Rathaus holt.
mfg
Tomás M. Santillán
Nachtrag: Rechnerisch könnte die Mehrheit im Stadtrat BGL so aussehen:
CDU 27 + AfD
7 + FDP 2 = 36 + Felsch 1 = 37 = Mehrheit im
Stadtrat
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Tomás M. Santillán (Freitag, 26 September 2025 11:25)
Wie kommst du auf diesen hirnrissigen Beitrag