Der Kniefall von Warschau - Erinnerung an die Shoa

Am 7. Dezember 1970 kniete Bundeskanzler Willy Brandt in Warschau vor dem Denkmal für das jüdische Ghetto nieder. Ein historischer Moment der Demut und Ehrlichkeit.

 

Brandt zeigte damit: Deutschland bekennt sich zur Schuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten – auch wenn er selbst im Widerstand war und nichts damit zu tun hatte. Es war ein Zeichen für alle Deutschen: Wir tragen Verantwortung, wir verdrängen nichts, wir wollen Frieden.

Besonders wichtig ist das im Zusammenhang mit der Shoah: Das Denkmal erinnert an Hunderttausende Juden, die im Warschauer Ghetto ermordet, verhungern gelassen oder nach Treblinka gebracht wurden. Brandt kniete genau dort, wo der Völkermord an den Juden besonders grausam war.


Er sagt damit wortlos: „Wir wissen, was wir euch angetan haben. Es tut uns unendlich leid. Nie wieder.“


Der Kniefall half, dass Deutschland und Polen sich versöhnen konnten. Er steht für eine neue, ehrliche und friedliche Politik. Viele Linke sehen ihn bis heute als das stärkste Symbol dafür, dass man die Shoah nie vergessen oder verharmlosen darf – und dass echte Verantwortung manchmal mehr sagt als tausend Reden.

 

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