Mit dem jüngsten Beschluss des Kreistag Rheinisch-Bergischer Kreis zum ÖPNV ist endgültig klar: Es bleibt nicht bei Ankündigungen – der Rückbau ist politisch gewollt und beschlossen. Das „große Einsparpaket“ bedeutet nichts anderes als eine systematische Verschlechterung des Nahverkehrs im gesamten Landkreis.
Die Konsequenzen sind auch für Bergisch Gladbach absehbar:
Das ist kein „Feintuning“ – das ist ein massiver Einschnitt in die öffentliche Daseinsvorsorge. Und das perfide daran: Während dieses Kürzungspaket beschlossen wird, reden CDU und SPD weiterhin von „Attraktivität“ und „Stärkung“ des ÖPNV.
Warum der Koalitionsvertrag von CDU und SPD ein Rückschritt ist
CDU und SPD verkaufen ihre Koalition im Rheinisch-Bergischen Kreis als „zukunftsfähig“, „sozial gerecht“ und „klimafreundlich“. Doch wer genauer in den Vertrag schaut, erkennt schnell: Hinter großen Worten verbirgt sich eine Politik des Sparens – auf Kosten der Menschen, die auf öffentliche Infrastruktur angewiesen sind. Besonders deutlich wird das jetzt beim ÖPNV.
Das ist politische Täuschung. Große Versprechen – harte Realität
Im Wahlkampf redeten CDU und SPD gerne von „besserer Anbindung“. Die Realität sieht anders aus: Bis 2029 sollen im Nahverkehr viele Millionen Euro eingespart werden. Für Pendler, Azubis und alle ohne Auto heißt das: weniger Mobilität bei gleichzeitig steigenden Preisen. Gerade Menschen in den Außenbereichen von Bergisch Gladbach trifft das besonders hart – dort, wo das Angebot ohnehin schon lückenhaft ist.
Denn während das Angebot weiter schrumpft, steigen die Ticketpreise:
Das Ergebnis: Alle zahlen deutlich mehr – und bekommen tatsächlich viel weniger.
Straßen statt Bus und Bahn: Falsche Prioritäten
Ein besonders aufschlussreicher Teil des Koalitionsvertrags zwischen CDU und SPD betrifft die Verkehrsinfrastruktur. Dort heißt es sinngemäß, dass:
Diese Schwerpunktsetzung ist politisch eindeutig. Während beim ÖPNV gekürzt wird, werden gleichzeitig Straßen und Brücken gezielt ausgebaut und saniert. In Bergisch Gladbach zeigen CDU & SPA das ganz konkret: Dort wurde ein massives Sanierungsprogramm für Straßen im Haushalt beschlossen – während gleichzeitig der Kreis den öffentlichen Nahverkehr zurückfährt.
Und zwar zugunsten des Autos.
Klimafeindliche Verkehrspolitik mit Ansage
Diese Politik hat direkte Folgen:
CDU und SPD behaupten, klimafreundliche und soziale Mobilität zu wollen – tatsächlich bauen sie die Infrastruktur für das Gegenteil aus. Wer Straßen ausbaut und gleichzeitig Busse streicht, betreibt keine Verkehrswende, sondern klimapolitischen Rückschritt.
Wer Millionen in Asphalt steckt, aber beim Nahverkehr spart, entscheidet sich bewusst:
Bergisch Gladbach: S11 bleibt Problemstrecke
Für Bergisch Gladbach ist die Situation besonders frustrierend. Die S11 Richtung Köln ist seit Jahren:
Der dringend notwendige Ausbau ist zwar geplant – aber erst für 2031. Bis dahin bedeutet das für tausende Pendler:innen:
Und was macht die CDU & SPD Koalition? Sie bleibt bei vagen Ankündigungen statt kurzfristiger Verbesserungen. Das ist kein Aufbruch – das ist Stillstand.
Mobilität nach Kassenlage – nicht nach Bedarf
Die Logik hinter der Verkehrspolitik ist klar: Der ÖPNV soll „effizient“ und „bedarfsorientiert“ sein. Das bedeutet in der Praxis:
Das trifft:
Mobilität wird damit zur Frage des Geldbeutels.
Reiche werden geschont – alle anderen zahlen
Gleichzeitig zeigt sich ein klares Muster in der Finanzpolitik – insbesondere dort, wo die CDU in den Kommunen Verantwortung trägt:
Das schwächt die Kommunen – und damit auch den Kreis insgesamt. Und wer zahlt stattdessen?
Besonders deutlich: Parkgebühren bleiben niedrig – Bus und Bahn werden teurer.
Das ist eine klare politische Entscheidung:
Wer sich kein Auto leisten kann, wird doppelt bestraft.
Verkehrswende? Fehlanzeige
CDU und SPD sprechen von „klimafreundlicher Mobilität“. Doch ihre Politik bewirkt das Gegenteil. Wer den ÖPNV kürzt und gleichzeitig Straßen priorisiert, sorgt dafür, dass:
Das ist keine Verkehrswende. Das ist ein organisierter Rückschritt.
Was eine linke Politik anders machen würde
Die Antwort darauf liefert Die Linke – auch im Programm für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Dort wird klar gefordert: „Ausbau des ÖPNV, insbesondere im ländlichen Raum“ und weiter: „ticket- und
kostenlosem Nahverkehr“ Das ist der entscheidende Unterschied: Während CDU und SPD kürzen, setzt Die Linke auf Ausbau und Entlastung. Die Leitidee ist klar: Mobilität für alle – barrierefrei,
vernetzt, kostenlos.
Rheinisch-Bergischer Kreis: Rückschritt mit Ansage
Koalitionsvertrag von CDu & SPD und das jetzige Kürzungspaket zeigen deutlich:
Und gleichzeitig wird im Wahlkampf so getan, als würde man genau das Gegenteil wollen.
ÖPNV abbauen – und gleichzeitig von Stärkung sprechen.
CDU und SPD betreiben im Rheinisch-Bergischen Kreis keine Verkehrswende, sondern Rückbau – und setzen gleichzeitig auf mehr Auto-Infrastruktur.
Das ist keine Zukunftspolitik – das ist ein klimapolitischer Irrweg.
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