Rheinisch-Bergischer Kreis: ÖPNV kürzen – und gleichzeitig mehr versprechen?

Neues Kürzungspaket ÖPNV: CDU & SPD haben Rückbau beschlossen

Mit dem jüngsten Beschluss des Kreistag Rheinisch-Bergischer Kreis zum ÖPNV ist endgültig klar: Es bleibt nicht bei Ankündigungen – der Rückbau ist politisch gewollt und beschlossen. Das „große Einsparpaket“ bedeutet nichts anderes als eine systematische Verschlechterung des Nahverkehrs im gesamten Landkreis.


Die Konsequenzen sind auch für Bergisch Gladbach absehbar:

  • weitere Ausdünnung von Fahrplänen
  • Kürzungen bei Randzeiten und am Wochenende
  • Streichung zusätzlicher Angebote
  • schlechtere Anbindung gerade in ländlichen Ortsteilen

Das ist kein „Feintuning“ – das ist ein massiver Einschnitt in die öffentliche Daseinsvorsorge. Und das perfide daran: Während dieses Kürzungspaket beschlossen wird, reden CDU und SPD weiterhin von „Attraktivität“ und „Stärkung“ des ÖPNV.

 

Warum der Koalitionsvertrag von CDU und SPD ein Rückschritt ist

 

CDU und SPD verkaufen ihre Koalition im Rheinisch-Bergischen Kreis als „zukunftsfähig“, „sozial gerecht“ und „klimafreundlich“. Doch wer genauer in den Vertrag schaut, erkennt schnell: Hinter großen Worten verbirgt sich eine Politik des Sparens – auf Kosten der Menschen, die auf öffentliche Infrastruktur angewiesen sind. Besonders deutlich wird das jetzt beim ÖPNV.

 

Das ist politische Täuschung. Große Versprechen – harte Realität

 

Im Wahlkampf redeten CDU und SPD gerne von „besserer Anbindung“. Die Realität sieht anders aus: Bis 2029 sollen im Nahverkehr viele Millionen Euro eingespart werden. Für Pendler, Azubis und alle ohne Auto heißt das: weniger Mobilität bei gleichzeitig steigenden Preisen. Gerade Menschen in den Außenbereichen von Bergisch Gladbach trifft das besonders hart – dort, wo das Angebot ohnehin schon lückenhaft ist.

 

Denn während das Angebot weiter schrumpft, steigen die Ticketpreise:

  • Preiserhöhungen schon 2025
  • weitere Erhöhungen absehbar für Ende 2026

Das Ergebnis: Alle zahlen deutlich mehr – und bekommen tatsächlich viel weniger.

 

Straßen statt Bus und Bahn: Falsche Prioritäten

 

Ein besonders aufschlussreicher Teil des Koalitionsvertrags zwischen CDU und SPD betrifft die Verkehrsinfrastruktur. Dort heißt es sinngemäß, dass:

  • Kreisstraßen als „wichtige Lebensadern“ erhalten und modernisiert werden sollen
  • ein verstärktes Sanierungsprogramm umgesetzt wird
  • Investitionen in Straßen, Radwege und Infrastruktur priorisiert werden 

 

Diese Schwerpunktsetzung ist politisch eindeutig. Während beim ÖPNV gekürzt wird, werden gleichzeitig Straßen und Brücken gezielt ausgebaut und saniert. In Bergisch Gladbach zeigen CDU & SPA das ganz konkret: Dort wurde ein massives Sanierungsprogramm für Straßen im Haushalt beschlossen – während gleichzeitig der Kreis den öffentlichen Nahverkehr zurückfährt.

  • Das ist keine neutrale Politik.
  • Das ist eine klare Prioritätensetzung.

Und zwar zugunsten des Autos.

 

Klimafeindliche Verkehrspolitik mit Ansage

 

Diese Politik hat direkte Folgen:

  • Mehr Investitionen in Straßen fördern mehr Autoverkehr
  • Weniger ÖPNV zwingt Menschen ins teure Auto
  • Klimaziele werden systematisch untergraben

CDU und SPD behaupten, klimafreundliche und soziale Mobilität zu wollen – tatsächlich bauen sie die Infrastruktur für das Gegenteil aus. Wer Straßen ausbaut und gleichzeitig Busse streicht, betreibt keine Verkehrswende, sondern klimapolitischen Rückschritt.

 

Wer Millionen in Asphalt steckt, aber beim Nahverkehr spart, entscheidet sich bewusst:

  • gegen soziale Mobilität
  • gegen Klimaschutz
  • gegen gleichwertige Lebensverhältnisse

Bergisch Gladbach: S11 bleibt Problemstrecke

 

Für Bergisch Gladbach ist die Situation besonders frustrierend. Die S11 Richtung Köln ist seit Jahren:

  • überfüllt
  • unzuverlässig
  • störanfällig

Der dringend notwendige Ausbau ist zwar geplant – aber erst für 2031. Bis dahin bedeutet das für tausende Pendler:innen:

  • überfüllte Züge
  • Ausfälle und Verspätungen
  • unzureichende Taktung

Und was macht die CDU & SPD Koalition? Sie bleibt bei vagen Ankündigungen statt kurzfristiger Verbesserungen. Das ist kein Aufbruch – das ist Stillstand.


Mobilität nach Kassenlage – nicht nach Bedarf

 

Die Logik hinter der Verkehrspolitik ist klar: Der ÖPNV soll „effizient“ und „bedarfsorientiert“ sein. Das bedeutet in der Praxis:

  • Gute Anbindung nur dort, wo es sich „rechnet“
  • Schlechte Anbindung dort, wo Menschen weniger „profitabel“ sind

Das trifft:

  • ländliche Regionen
  • ältere Menschen
  • Jugendliche
  • Menschen mit geringem Einkommen

Mobilität wird damit zur Frage des Geldbeutels.

 

Reiche werden geschont – alle anderen zahlen

 

Gleichzeitig zeigt sich ein klares Muster in der Finanzpolitik – insbesondere dort, wo die CDU in den Kommunen Verantwortung trägt:

  • Einnahmemöglichkeiten werden nicht ausgeschöpft
  • Wohlhabende werden bewusst geschont
  • Entscheidungen verkleinern sogar aktiv die Einnahmebasis

Das schwächt die Kommunen – und damit auch den Kreis insgesamt. Und wer zahlt stattdessen?

  • steigende Gebühren in den Kommunen
  • höhere Ticketpreise beim VRS
  • zusätzliche Belastungen für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen

Besonders deutlich: Parkgebühren bleiben niedrig – Bus und Bahn werden teurer.

 

Das ist eine klare politische Entscheidung:

  • Autofahren wird begünstigt und sogar ausgebaut
  • öffentliche Mobilität und Linien werden gekürzt gleichzeitig verteuert

Wer sich kein Auto leisten kann, wird doppelt bestraft.


Verkehrswende? Fehlanzeige

 

CDU und SPD sprechen von „klimafreundlicher Mobilität“. Doch ihre Politik bewirkt das Gegenteil. Wer den ÖPNV kürzt und gleichzeitig Straßen priorisiert, sorgt dafür, dass:

  • mehr Menschen aufs Auto angewiesen sind
  • Emissionen steigen
  • Klimaziele verfehlt werden

Das ist keine Verkehrswende. Das ist ein organisierter Rückschritt.

 

Was eine linke Politik anders machen würde

Die Antwort darauf liefert Die Linke – auch im Programm für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Dort wird klar gefordert: „Ausbau des ÖPNV, insbesondere im ländlichen Raum“ und weiter: „ticket- und kostenlosem Nahverkehr“ Das ist der entscheidende Unterschied: Während CDU und SPD kürzen, setzt Die Linke auf Ausbau und Entlastung. Die Leitidee ist klar: Mobilität für alle – barrierefrei, vernetzt, kostenlos.


Rheinisch-Bergischer Kreis: Rückschritt mit Ansage

 

Koalitionsvertrag von CDu & SPD und das jetzige Kürzungspaket zeigen deutlich:

  • ÖPNV wird gekürzt statt ausgebaut
  • Straßen werden ausgebaut statt reduziert
  • Preise steigen statt zu sinken
  • soziale Ungleichheit wird verschärft

Und gleichzeitig wird im Wahlkampf so getan, als würde man genau das Gegenteil wollen.

 

ÖPNV abbauen – und gleichzeitig von Stärkung sprechen.

 

CDU und SPD betreiben im Rheinisch-Bergischen Kreis keine Verkehrswende, sondern Rückbau – und setzen gleichzeitig auf mehr Auto-Infrastruktur.


Das ist keine Zukunftspolitik – das ist ein klimapolitischer Irrweg.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

#tmsantillan

            #tmsantillan Soziale Medien
#tmsantillan Soziale Medien
LIl Bergisch Gladbach
Bergisch Gladbach
Bürgermeister Bergisch Gladbach
Bergisch Gladbach
Stadtrat Bergisch Gladbach
Bergisch Gladbach Gesamtschule
Bergisch Gladbach Vetternwirtschaft
Stadtbild Bergisch Gladbach
Wir sind keine Feinde, sondern Freunde.
Wir sind keine Feinde, sondern Freunde.

BLOG

www.santillan.de Blog Feed

Wer Schutz sucht, darf nicht unter Generalverdacht gestellt werden (Fr, 12 Jun 2026)
>> mehr lesen

Warum CDU und Grüne lieber Immobilienkonzerne schützen als Mieter:innen (Thu, 11 Jun 2026)
>> mehr lesen

Wer zusammen Fußball feiert, kann auch zusammen die Welt verändern (Wed, 10 Jun 2026)
>> mehr lesen

Warum der RIAS-Bericht auch für Die Linke NRW eine Herausforderung ist (Sun, 07 Jun 2026)
>> mehr lesen

Für eine Linke Rheinisch-Bergischer Kreis, die alle mitnimmt: Migrantische Teilhabe stärken statt Ausgrenzung zulassen (Fri, 05 Jun 2026)
>> mehr lesen

„Liebe ist Widerstand - Widerstand ist Leben“ (Tue, 02 Jun 2026)
>> mehr lesen

Die Linke wächst – aber Deutschland rückt nach rechts (Mon, 01 Jun 2026)
>> mehr lesen

Viel versprochen, aber nichts geliefert – und neun Monate politischer Stillstand. (Mon, 01 Jun 2026)
>> mehr lesen

Wer braucht die FDP noch? (Sun, 31 May 2026)
>> mehr lesen

Es reicht! Kundgebung gegen Sozialkürzungen (Sat, 30 May 2026)
>> mehr lesen

Die Erstürmung der CHP-Zentrale ist ein Warnsignal – und die Lage in der Türkei eskaliert weiter (Fri, 29 May 2026)
>> mehr lesen

Bergische Bohnensuppe mit Süßlupinen (Wed, 27 May 2026)
>> mehr lesen

Für einen demokratischen Sozialismus – gegen Stalinismus und autoritäre Politik (Tue, 26 May 2026)
>> mehr lesen

Bergisch Gladbach auf dem Weg zur Überwachungsstadt? (Sun, 24 May 2026)
>> mehr lesen

Populismus im CDU-Gewand: Bosbach schimpft nach oben – und tritt nach unten (Fri, 22 May 2026)
>> mehr lesen

Die Linke, Labour und die Krise des Universalismus (Sat, 16 May 2026)
>> mehr lesen

Palantir stoppen! Palantir liefert die Software - Europa liefert die Abschiebungen (Sat, 09 May 2026)
>> mehr lesen

Ein bergisches Märchen aus dem Rheinland - Strafanzeige statt Argumente (Mon, 20 Apr 2026)
>> mehr lesen

Diesen BLOG als RSS-Feed hier.

Interessante Seiten:

Archiv