Wer kandidiert, übernimmt nicht nur Verantwortung für die Partei, die ihn gewählt hat und für deren Wahlkampf, sondern vor allem für die Wähler:innen und für die anschließende politische Arbeit
in Rat, Ausschüssen und Öffentlichkeit. Gerade für fortschrittliche Mandatsträger:innen bedeutet das mehr als individuelle Positionierung: Es geht um kollektives Handeln im Interesse derjenigen,
die auf eine starke soziale Stimme angewiesen sind. Kommunalpolitik ist kein Ort für Eitelkeiten, sondern für gemeinsame Verantwortung. Wer gewählt wird, ist Teil eines politischen Projekts –
nicht Einzelkämpfer:innen.
Im Zentrum dieser Zusammenarbeit steht die Fraktion. Sie ist das entscheidende Instrument, um linke Politik wirksam zu machen: Hier werden Strategien entwickelt, Anträge vorbereitet und
politische Initiativen abgestimmt. Ohne Fraktion fehlt es an Rechten, Ressourcen und Einflussmöglichkeiten. Einzelne oder kleine Gruppen bleiben isoliert – während eine Fraktion Zugang zu
Ausschüssen, finanziellen Mitteln und zentralen Entscheidungsprozessen hat. Nur so lassen sich konkrete Verbesserungen für die Menschen durchsetzen.
Viele Themen brauchen diese gemeinsame Stärke: bezahlbarer Wohnraum statt Profitorientierung, eine soziale und klimagerechte Stadtentwicklung, starke öffentliche Infrastruktur, eine Verkehrswende für alle statt für wenige und konsequente Armutsbekämpfung. Diese Fragen werden in Haushalten, Ausschüssen und politischen Auseinandersetzungen entschieden. Ohne eine handlungsfähige Fraktion fehlt die Durchsetzungskraft, um diesen Konflikten standzuhalten und echte Alternativen einzubringen.
Deshalb gilt unmissverständlich: Wenn es das Wahlergebnis ermöglicht, muss eine Fraktion gebildet werden. Das ist keine technische Frage, sondern eine Frage politischer Haltung. Gerechte Politik
lebt von Solidarität – und Solidarität zeigt sich gerade dann, wenn unterschiedliche Persönlichkeiten zusammenarbeiten, Kompromisse eingehen und auch bereit sind, über den eigenen Schatten zu
springen.
Wer hingegen eine mögliche Fraktionsbildung aus persönlichen Gründen blockiert, stellt individuelle Befindlichkeiten über gemeinsame Ziele. Das ist keine Frage von Stil, sondern eine politische
Entscheidung – und sie schwächt bewusst die Fähigkeit, soziale Verbesserungen als Partei durchzusetzen. Ein Mandat verpflichtet gegenüber den Wähler:innen und den politischen Inhalten, nicht
gegenüber dem eigenen Ego.
Auch aus der Opposition heraus kann und muss bürger:innennahe Politik wirken. Durch klare Positionen, kluge Anträge, öffentliche Debatten und solidarische Bündnisse lassen sich Mehrheiten
verschieben. Gerade kleinere Fraktionen können dabei entscheidend sein – wenn sie geschlossen auftreten und strategisch handeln. Voraussetzung ist jedoch immer: Zusammenarbeit statt Abgrenzung.
Kommunalpolitik ist daher gelebte Solidarität. Einzelne Mandate oder eine kleine Gruppe sind ein Anfang – aber erst die Fraktion macht daraus politische Kraft. Für basisdemokratische
Mandatsträger:innen heißt das: Verantwortung gemeinsam tragen, Konflikte konstruktiv lösen und konsequent für eine gerechtere, soziale und ökologische Kommune kämpfen. Nur so wird aus Haltung
auch Handlung – und aus Anspruch reale Veränderung.
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Bergisch Gladbach (Freitag, 17 April 2026 20:10)
Warum bilden die 3 Ratsmitglieder im Stadtrat Bergisch Gladbach keine gemeinsame Fraktion?
Lada M (Samstag, 18 April 2026 15:22)
Ich habe keine Hoffnungen mehr, dass Die Linke im Stadtrat zur Vernunft kommt. Meine Stimme bei der Kommunalwahl war umsonst!
Politband (Sonntag, 19 April 2026 09:46)
Sehr geehrter Herr Santillan, richtige Worte, die sie schreiben! Was haben sie alleine im Stadtrat geschafft?
Antifa GL (Dienstag, 21 April 2026 10:17)
Klare Kante zeigen!
Lore (Mittwoch, 22 April 2026 19:39)
Sexuelle Belästigung und Übergriffe „Leck Eier“ sind erlaubt, aber politischer Diskurs und anderer Meinungen sind ausdrücklich verboten und werden geahndet!
Stalina (Mittwoch, 22 April 2026 19:59)
Demokratie und Meinungsfreiheit gilt nur für die, die keine Kritik formulieren und uns in den Arsch kriechen. Allen anderen werden abgemahnt und verwarnt und fliegen raus. Unterschiedliche Meinungen belästigen mich und habe in deiner pluralen Struktur nichts zu suchen. Fügen sie sich!
Heribert (Mittwoch, 22 April 2026 21:08)
Seit wann leidest du unter dieser Psychose?
KoPoGL (Donnerstag, 23 April 2026 12:29)
Das mal genau lesen:
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwiGn57x4YOUAxWUgf0HHS-8BogQFnoECBoQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.kopofo-nrw.de%2Ffileadmin%2Fkopofo-nrw%2Fbroschueren%2Fkopofo_nrw_-_Beispielstatut_Fraktionen_mit_Erlaeuterungen.docx&usg=AOvVaw1m6yZ112jWan4BThc2ycW6&opi=89978449
Heribert (Donnerstag, 23 April 2026 12:36)
Nachtrag: Belästige uns bitte nicht weiter. Fraktionsbindung ist unsere Privatsache und geht dich und die Partei und die Wähler nichts an! Basta!
Tomás M. Santillán (Freitag, 24 April 2026 12:11)
Anonyme Texte sind erlaubt – nicht jede*r will unter Klarnamen schreiben. Aber die Grenze ist klar: Wer sich unter meinem Namen anmeldet, um Stuss zu verbreiten oder anonym zu beleidigen (egal wen), fliegt raus.
Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern mit Täuschung und fehlendem politischen Rückgrat. Besonders dann nicht, wenn eine mir namentlich bekannte Person dieses feige peinliche Spiel seit Monaten betreibt – ohne dass wir uns je inhaltlich unterhalten hätten. Tatsächlich kenne ich die Person also nicht, sondern nur den Namen und der steht für unpolitische unsachliche polemische Dummheit, autoritäre und autokratische Überheblichkeit. Anonym, aber durchschaubar!
Kritik ist willkommen, aber bitte offen und ehrlich. Alles andere ist kein Diskurs, sondern schlicht Tastatur-Kindergarten.
Penélope (Freitag, 24 April 2026 16:44)
Interessant, was hier gelöscht wird und was stehen bleiben darf! �
Tomás M. Santillán (Freitag, 24 April 2026 18:32)
Lieber Rattenkönig, es handelt sich nicht um ein Forum für eine Organisation, sondern immer noch um meinen privaten Blog.
Woanders werden demokratische Positionen, abweichende Meinungen und andere sachliche Kritik unterdrückt und Menschen, die ihre politische Haltung mit Realnamen zum Ausdruck bringen wollen, werden von Sperrung und Ausschluss aus den Diskussionsgruppen bedroht und ganz davon ferngehalten. Geh da mal kehren und frage mal da nach!
Hier lösche ich nur strafrechtlich relevanten Namensmissbrauch (jemand hat mit meinem Realnamen Dinge geschrieben, die ich nicht geschrieben habe) und strafrechtliche Beschimpfungen und Beleidigungen durch anonyme Nutzer:innen und Kommentartor:innen.
Wenn die mir ja längst bekannten "anonymen" Personen eine kritischen und widersprüchliche Sachdiskussion führen wollen, geht das hier auch weiterhin. Strafrechtlich relevanten Dinge und Namensmissbrauch von echten Realnamen muss ich allerdings nicht dulden und muss mich bei Löschung von solchen Dinge auch nicht schämen, sondern tue das einfach, weil es der Gesetzgeber sogar auch so einfordert und dmeokratischen Prinzipien folgt.
Diejenigen, die sich jetzt ertappt und erwischt fühlen, und jetzt eine rötliche Gesichtsfarbe bekommen, haben schon genau verstanden, wenn ich meine. Ja! Du bist es!
Alle anderen können einfach weiter eine anderer Meinung haben, und die werde ich auch nicht löschen, sondern vielleicht auch antworten und das immer mit dem Realnamen. Tatsächlich steht der schon in der URL und ich muss mich nicht verstecken, auch wenn andere wild und hilflos behaupten.
Das die Pöbelei und der Missbrauch von Realnamen nicht aufhört, habe ich die Kommentarfunktion auf "moderiert" umgestellt. Alle ehrlichen Anonymous können also weiter ihre Kritik absetzen und werden freigeschaltet! Alle anderen, die ihre "Beleidgungs-Psychose" ausleben wollen, sollen das da machen, wo sie Admins sind oder die Admins ihnen in de Arsch kriechen.
Euer Tomás M. Santillán